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Content Marketing - die drei Top Content-Quellen für Ihren Blog

Contentmarketing B2BWarum diese drei Quellen für Content Marketing besonders wichtig sind

Sie möchten jetzt endlich einen Unternehmens-Blog einführen.
Das Blog-Template steht und Sie haben auch schon Themen, über die Sie gerne informieren möchten. Sie informieren zusätzlich auf den Social Media Präsenzen und per E-Mail. Nur warum erzielen Sie jetzt nicht gewünschten Visits auf Ihrer Blogseite? Warum generieren Sie keine Leads? Hier sind drei wertvolle Tipps für Ihre Content-Quellen.

Wir machen dann mal Content für unseren Blog

Wir hören oftmals Aussagen von Unternehmen wie, „Blogging haben wir schon versucht, das bringt überhaupt nichts“ oder, „Das interessiert doch niemanden und wir generieren/verdienen damit auch nichts.“ Und nachdem wir hinterfragt haben, wurde auch deutlich, warum das so war. Die Unternehmen haben selbst über Themen geschrieben, von denen sie glaubten, dass diese interessieren. Aber zwischen ‚wir glauben‘ und ‚wir wissen‘ liegt der maßgebliche Erfolg.  Meistens wurde irgendein Mitarbeiter, der eine Affinität zu Texten hat, dazu abbestellt, diese Artikel zu schreiben. Es erfolgte weder eine Content-Strategie über eine professionelle Agentur noch haben sich Marketing und Vertrieb abgestimmt - der Kunde, der potenzielle Interessent wurde dabei vergessen.
Erkennen Sie den Fehler? Der potenzielle Interessent wurde gar nicht mit einbezogen. 
Vorab: Die wichtigsten Fragen, die Sie sich zum Thema Content Marketing stellen müssen, lauten: Wie kann ich mehr Besucher und Leads gewinnen? Wie stelle ich die Qualität meiner Leads sicher? 

Jetzt denken Sie sicher an Zielgruppen -  aber das sind lediglich grobe Filter. Es geht um die Erstellung Ihrer Buyer Personas. Buyer Personas sind semifiktionale Idealkunden. Und um diese zu erstellen, müssen Sie wissen, wofür sie sich interessieren und welche Probleme sie haben. Wie sollen durch Content Visits und Leads gewonnen werden, wenn im Vorfeld nicht analysiert und recheriert wird, welche Themen den potenziellen Kunden und Interessenten beschäftigt, welche Fragen er hat und welche Herausforderungen?
Ihre Personas helfen Ihnen, ihre potenzielle Kunden besser zu verstehen, um daraufhin Ihren Content spezifischer auf die Bedürfnisse, Verhaltensweisen und Herausforderungen anpassen zu können. Ohne die Entwicklung von Personas wird es schwer, Besucher auf Ihren Blog zu locken. Machen Sie sich also die Mühe und entdecken Sie Vorlieben und Verhaltensmuster Ihrer potenziellen Wunschkunden. Fangen Sie an mit Recherche, Social Media Monitoring, befragen Sie Ihre Bestandskunden und Ihren Vertrieb. Wenn Sie Ihre Buyer Personas erstellt haben, haben Sie den ersten wichtigen Schritt vollbracht. Für die Entwicklung einer funktionierenden Inhaltsstrategie, ist es genauso wichtig, dass wir wissen in welcher Phase des Kaufprozesses die Leads sich befinden. Context und Content sind maßgeblich wichtig für den Erfolg zur Leadgenerierung.

Unser kostenloses Whitepaper über Buyer Personas und eine Vorlage, wie Sie Ihre eigenen Personas erstellen können, finden Sie hier: 

PDC E-Book Warum Buyer Personas helfen, Ihre Zielgruppe genauer zu definieren

Content Quellen, die Ihnen helfen, mehr Traffic und mehr Leads zu generieren

1. Fragen Sie Ihren Vertriebs-Team
Wer ist näher dran an den Kunden, den Interessenten und überhaupt am „Markt“ als der Vertrieb? In der Kaltakquise erfahren Sie so viel wertvolles Feedback, hier wird oftmals Tacheles gesprochen und Sie erfahren die Bauchschmerzen und die Fragen des Angerufenen, warum er zögert und was er noch für Informationen benötigt. Und Sie wissen auch, was ihn an Ihrem Produkt, an Ihrer Dienstleistung begeistert.
Dies gilt analog für Bestandskunden, denn diese sagen Ihnen auch, was sie an Ihnen schätzen und auch das, was Sie noch besser machen dürfen. Das ist die Wahrnehmung und Stimme des Kunden. Dieser kostbare und beinahe unbezahlbare Input ist eine Steilvorlage für Content jeglicher Art.

2. Fragen Sie Ihr Marketing-Team
Mit Ihrer E-Mail Marketing Kampagne können Sie ebenfalls wertvolle Profil-Informationen Ihres Kunden für eine Content-Strategie herausfinden. Mit einer regelmäßigen Messung des Aktivitätsverhaltens, bestehend aus Öffnungen, Klicks und mit kategorisierten Links, können Sie schnell den sogenannten ‚Customer Lifetime Value‘ ermitteln. Hier wird schnell klar, welche Themen den Kunden interessieren. Nutzen Sie dieses Wissen für Ihren Blog-Content.

Praxis Beispiel
Für einen unserer Kunden war in 2015 unsere Aufgabe nicht nur die Unternehmens-Website neu zu gestalten, sondern auch eine Neukundenakquise-Kampagne zu starten. Für den Inbound Marketing Ansatz entwickelten wir ein Konzept für die Online-Leadgenerierung. In Sachen Blogging versuchte sich der Kunden zuvor schon selbst, brachte aber nicht den gewünschten Erfolg. Die Content-Themen erfolgten über eine Mitarbeiterin des Unternehmens, die sich selbst überlassen war. Als wir mit unseren Kunden über eine mögliche andere Strategie sprachen, bemerkten wir schnell, dass er das Vertrauen für den Erfolg des Bloggings verloren hatte. Maximal 20 Visits erreichte der Unternehmens-Blog monatlich und unser Kunde weigerte sich weiterhin in den Blog zu investieren.
Jede Maßnahme im Marketing muss sich am Ende des Tages auch rechnen. Aber dazu bedarf es auch die richtigen Maßnahmen. Die Erhöhung der Sichtbarkeit eines Unternehmens im Netz mit irgendeinem Content ist nicht zielführend, vielmehr sind die Aktivitäten/Maßnahmen durch relevante Inhalte zur Generierung von potenziellen Kunden maßgebend für den Erfolg.
Unser Vorschlag war, durch unsere Kundenakquise und mit regelmäßigen E-Mail Marketing Kampagnen acht Wochen lang das oben beschriebene Feedback zu sammeln.
Es stellte sich heraus, dass ganz andere Themen wichtig und relevant waren und somit entstanden auch völlig neue Content-Themen. Noch dazu arbeiteten wir mit einem Tool, bei der die Suchmaschinen-Optimierung schon integriert ist, setzten gezielte ‚Calls-to-Action‘ ein, um auf Landing Pages und Website weiterzuleiten und dort in Leads umzuwandeln. E-Mails wurden individuell angepasst und durch die ganzheitliche Analytics mit einem Tool, konnte die gesamte Performance an einem Ort gemessen werden. Wir generierten für unseren Kunden eine Sales-Pipeline, die er selbst neugierig verfolgte. Und der Erfolg des Blogs?
Nun, in den ersten Monaten stiegen die Vistis auf das 2,5-fache an, nach einem halben Jahr war ein erster Erfolg der Lead-Umwandlung deutlich spürbar. Heute hat der Blog in der Regel über 400 Visits pro Monat und unser Kunde schreibt ab und zu auch mal selbst einen Blogartikel – schließlich ist er im Vertrieb tätig.

3. Fragen Sie Ihre Kunden
Kundenbefragungen liefern ebenfalls wertvolle Anregungen für den Content, manchmal sind die durch Kundenbefragungen gewonnen Aussagen, Einschätzungen und Bewertungen sogar noch belastbarer, als diejenigen Eindrücke, die Ihnen der Vertrieb vermittelt, Warum?
Ganz einfach, ich verrate Ihnen eine uralte Weisheit, die nichts an Aktualität verloren hat: Integrieren Sie niemals Involvierte in Ihre Kundenzufriedenheitsbefragungen!
Es gibt (leider) immer noch Unternehmen, die Kundenumfragen vom Vertrieb durchführen lassen und ich bin mir sicher, dass Sie sehr genau wissen, was wir damit ansprechen – 'die- Gefahr-des-unter-den-Teppich-kehrens'. Hier „menschelt“ es, der Vertrieb hört halt nur das, was er gerne hören möchte, vor allem wenn sich die Kritik womöglich Richtung Vertrieb, Kundenbetreuung u.ä. richtet. Wenn Sie Kundenbefragungen dagegen extern durchführen lassen, haben Sie die Garantie für eine 100%ige Objektivität. Und diese wirklich objektiven Antworten dürfen Sie wiederum als Ideengeber für Content verwenden.

Happy Content
Yasmin Knauss

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Bildquelle:
Pixabay / CC0