Scuhe

Finden Sie Ihr gesuchtes Thema

  • Es gibt keine Vorschläge, da das Suchfeld leer ist.

Kaltakquise als Marketing-Kanal? 3 Gründe, warum das Telefon in den B2B-Marketing-Mix gehört

Das Wichtigste in Kürze

  • Professionelles B2B-Telemarketing liefert schnelle Pipeline, wenn Digital-Kampagnen nicht schnell genug greifen.
  • Es baut Markenbekanntheit bei Entscheidern auf, die über digitale Kanäle kaum erreichbar sind.
  • Die dabei entstehenden persönlichen Kontakte kann Marketing langfristig weiterentwickeln – mit deutlich höherer Engagement-Rate als bei rein digitalen Leads.

Inhaltsverzeichnis

    In den meisten B2B-Marketingabteilungen taucht telefonische Kaltakquise im Kanalmix schlicht nicht auf. Content, Ads, SEO, Social Media – ja. Das Telefon? Wird dem Vertrieb überlassen. Ein blinder Fleck, durch den viel Potenzial verschenkt wird. Denn Telemarketing zahlt direkt auf Ziele ein, die Marketing verantwortet – und das schneller als die meisten digitalen Kanäle.

    Schnelle Pipeline liefern – wenn Digital-Kampagnen nicht schnell genug greifen

    Professionelles Telemarketing erzeugt bereits zwei bis vier Wochen nach Kampagnenstart Gesprächstermine mit relevanten Entscheidern mit potenziellem Bedarf. Bei komplexen B2B-Lösungen mit hohen Investitionssummen schafft das kein anderer Kanal in dieser Geschwindigkeit.

    Für Marketingabteilungen steckt darin eine konkrete Chance. Wenn intern der Druck steigt, schnell neue Leads zu liefern, greifen die meisten Marketingteams zu den gewohnten Hebeln: eine neue Kampagne, mehr Budget auf Ads, ein Whitepaper mit Landingpage. Im Investitionsgüterbereich reicht das selten. Als Beispiel: Laut einer Analyse von Dreamdata vergehen im B2B durchschnittlich 281 Tage von der ersten LinkedIn-Impression bis zum Umsatz.

    Eine Telemarketing-Kampagne kann genau diesen Druck rausnehmen – und gleichzeitig verändert es das Standing von Marketing im Unternehmen. Wer Verantwortung für echte Pipeline übernimmt statt nur für Reichweite und Downloads, wird vom Vertrieb als direkter Wachstumshebel wahrgenommen.

    Die Zusammenarbeit zwischen Marketing und Vertrieb ergibt sich dabei fast von selbst. Eine wirksame Kampagne braucht eine saubere Zielgruppendefinition, ausgearbeitete Personas mit klarem Verständnis deren drängendster Probleme und Ziele – strategische Vorarbeit, die typischerweise im Marketing entsteht. Kontaktdaten kommen aus dem CRM, aus bestehenden Verteilern, aus laufenden Kampagnen und vom Vertrieb. Wer all das zusammenführt, macht Marketing zum natürlichen Mit-Initiator.

    Daniel Wöhr, Head of Marketing & Communication Deutschland & Österreich bei Zühlke Engineering, verantwortet und koordiniert als Marketingleiter auch die Telemarketing-Kampagne in der Zusammenarbeit mit uns. Sein Fazit:

    „Ich war anfangs skeptisch gegenüber diesem Ansatz der Telefonakquise. Letztlich haben mich die Zahlen überzeugt.“

     

    Wie die Zusammenarbeit mit Zühlke Engineering konkret aussah und welche Ergebnisse die Kampagne geliefert hat, zeigt unsere Case Study. 

    Wichtig dabei: Es geht nicht darum, dass Marketing dem eigenen Vertrieb Kaltakquise aufbürdet. Vertriebsteams sind durch Beratung, Projektierung und Bestandskunden gebunden. Telefonische Neukundenakquise nebenbei funktioniert erfahrungsgemäß nicht.

    In der Praxis setzen B2B-Unternehmen deshalb auf spezialisierte externe Telemarketing-Partner (wie z. B. uns, Phocus Direct), die diese Aufgabe professionell übernehmen. Marketing steuert die Kampagne strategisch, der externe Partner führt die Gespräche, und der Vertrieb erhält schnell innerhalb von 4-8 Wochen qualifizierte Termine.

    Eine detaillierte Gegenüberstellung von Inhouse- und Outsourcing-Lösung finden Sie in diesem Artikel.

    Doch schnelle Ergebnisse sind nur ein Teil der Geschichte. Denn Telemarketing wirkt nicht nur dort, wo die meisten es vermuten.

     

    Markenbekanntheit aufbauen – bei Zielgruppen, die digital kaum erreichbar sind

    Telemarketing kann die Bekanntheit eines Unternehmens in einem klar definierten Marktsegment messbar erhöhen – bei Geschäftsführern, Bereichsleitern und technischen Entscheidern, die über LinkedIn-Ads oder Content-Kampagnen kaum zu erreichen sind.

    Der Grund: Wer an Telefonakquise denkt, denkt eher an den letzten Schritt vor dem Verkauf. Oft geprägt durch B2C-Erfahrungen mit aufdringlichen Anrufern. Im B2B mit langen Entscheidungszyklen ist der Anruf aber selten der letzte Kontakt vor dem Abschluss. Er ist vielmehr der Beginn einer Beziehung.

    Und genau hier liegt ein weiterer Hebel für Marketing. Viele B2B-Unternehmen sind fachlich stark, aber in ihrem Zielmarkt schlicht zu wenig bekannt. Im persönlichen Gespräch und im Kundenprojekt überzeugen sie. Die Hürde ist der Erstkontakt.

    Über eine Telemarketing-Kampagne hinweg entstehen Hunderte dieser Erstkontakte mit relevanten Zielpersonen. Selbst wenn kein sofortiger Termin zustande kommt: Die Zielperson hört den Firmennamen, erlebt ein professionelles Gespräch auf Augenhöhe, verbindet damit im besten Fall Kompetenz und Sympathie und behält den Markennamen im Hinterkopf.

     

    Kontakte weiterentwickeln statt versanden lassen

    Die meisten Gespräche führen nicht zu einem Termin, bei vielen besteht kein akuter Bedarf. Entscheidend ist, was danach passiert. Ein Gespräch ohne Terminvereinbarung ist kein verlorener Kontakt. Es ist sogar ein wertvoller Kontakt, den Marketing gezielt weiterentwickeln kann.

    Der Vorteil gegenüber Kontakten aus anderen Kanälen: Ein Mensch, mit dem ein echtes Gespräch stattgefunden hat, hat bereits eine persönliche Verbindung zum Unternehmen aufgebaut. Dieses Vertrauen macht einen messbaren Unterschied.

    Die Erfahrung zeigt: Diese Kontakte engagieren deutlich stärker mit weiterführendem Content, lesen eher den Newsletter, nehmen LinkedIn-Vernetzungen oder eine Einladung zu einem Webinar eher an. Statt diese Kontakte versanden zu lassen, kann Marketing sie als MQLs behandeln und „nurturen“.

    Das Ergebnis: Telemarketing befüllt nicht nur die unmittelbare Sales-Pipeline, sondern auch den oberen Marketing-Funnel – mit Kontakten, deren Wahrscheinlichkeit zur späteren Conversion deutlich höher liegt als die aus anderen Kampagnen.

    Weitere Tipps, wie Marketing und Vertrieb gemeinsam die Lead-Bearbeitung optimieren, lesen Sie in diesem Artikel.

     

    Fazit: Drei Hebel, die direkt auf Marketing-Ziele einzahlen

    Telemarketing liefert schnelle Pipeline, wenn der Druck steigt. Es erhöht die Markenbekanntheit bei Entscheidern, die digital schwer erreichbar sind. Und es erzeugt Kontakte mit persönlicher Bindung, die Marketing langfristig bespielen kann. Ob mit einem spezialisierten externen Partner oder einem internen Team – das Telefon nicht mitzudenken, nur weil es nach Vertrieb klingt, heißt einen wirkungsvollen Kanal zu verschenken.

    Telemarketing als Marketing-Kanal nutzen – ohne internen Aufwand 

    Sie möchten Telemarketing als Marketing-Kanal testen, ohne eigene Ressourcen zu binden? Wir übernehmen die telefonische Neukundenakquise für Sie: mit festem Team, strategischer Vorqualifizierung und ersten Terminen innerhalb von 4–8 Wochen. 

     

    Jetzt Erstgespräch vereinbaren

    Teilen

    Kategorie:

    FAQ

    Häufige Fragen

    Schadet Kaltakquise dem Image unseres Unternehmens?

    Nicht, wenn sie professionell umgesetzt wird. Professionelles B2B-Telemarketing hat mit aufdringlichen Verkaufsanrufen nichts zu tun. Erfahrene Gesprächspartner führen echte Dialoge über Themen und Herausforderungen, die den Entscheider tatsächlich beschäftigen – kein Skript, kein Verkaufsdruck. Wer am Telefon Kompetenz und echtes Interesse erlebt, verbindet das positiv mit dem Unternehmen dahinter.

    Wann lohnt sich Telemarketing und wann nicht?

    Telemarketing lohnt sich, wenn drei Voraussetzungen erfüllt sind: ein klar definierter Zielmarkt mit identifizierbaren Entscheidern, ein etabliertes Produkt oder eine Lösung mit nachgewiesenem Kundennutzen und eine Deal-Size ab dem mittleren vierstelligen Bereich aufwärts. Weniger geeignet ist es für austauschbare Produkte ohne klare Differenzierung, für Angebote mit niedrigen Preisen oder wenn das eigene Angebot noch nicht marktreif ist. Auch bei stark individualisierten Dienstleistungen, die bei jedem Kunden anders aussehen, stößt Telemarketing an Grenzen.

    Ist Telemarketing nicht veraltet – gerade im Vergleich zu digitalen Kanälen?

    Die Erreichbarkeit per Telefon hat sich verschlechtert und viel Kommunikation verlagert sich ins Digitale. Aber gerade im B2B wird nach wie vor viel telefoniert. Je höher die Entscheiderebene, desto schwerer sind diese Personen über digitale Kanäle zu erreichen – und desto mehr schätzen sie ein gutes, relevantes Gespräch. Das persönliche Telefonat ist nach wie vor eines der wirksamsten Mittel, um Geschäftsbeziehungen zu beginnen.

    Wie passt Telemarketing in eine bestehende Inbound-Strategie?

    Telemarketing ergänzt Inbound an zwei Stellen. Erstens liefert es kurzfristig Pipeline, wenn Inbound-Maßnahmen noch nicht greifen oder nicht schnell genug skalieren. Zweitens erzeugt es persönliche Kontakte, die Marketing anschließend mit Content, Newslettern oder Webinar-Einladungen weiterentwickeln kann – als MQLs im bestehenden Nurturing-Prozess.