Es gibt keine einzelne Zahl, die für alle Projekte gilt. Aus fast 30 Jahren Erfahrung in der B2B-Kaltakquise kennen wir jedoch die Bandbreiten sehr genau.
Als Daumenregel: In einem typischen B2B-Kaltakquise-Projekt werden zwischen 4 und 9 % der geführten Entscheidergespräche zu einem qualifizierten Termin. Bei 100 Arbeitsstunden bedeutet das – je nach Zielgruppe – zwischen 8 und 36 Termine.
Warum ist die Spanne so groß? Die Erfolgsquote ist das Ergebnis mehrerer Faktoren: Wen sprechen Sie an? Wie gut sind Ihre Daten? Und passt Ihr Angebot zum Markt?
Die folgenden Abschnitte liefern Ihnen die konkreten Zahlen, um Ihr eigenes Szenario einzuschätzen.
Bevor es um Terminquoten geht, steht eine grundlegendere Frage: Erreichen Sie die Zielperson überhaupt? Die Erreichbarkeit ist der erste Engpass in jeder Telemarketing-Kampagne – und sie variiert erheblich.
Zwei Faktoren bestimmen, wie viele Entscheider Sie per Telefon pro Stunde realistisch erreichen: die Größe des Zielunternehmens und die Hierarchiestufe der Ansprechperson.
|
Unternehmensgröße |
< 50 Mitarbeitende |
50–500 Mitarbeitende |
501–2.000 Mitarbeitende |
> 2.000 Mitarbeitende |
|
C-Level |
1,75 |
1,25 |
0,75 |
0,4 |
|
Bereichsleitung |
3,0 |
2,5 |
2,0 |
1,75 |
|
Abteilungs-/ Teamleitung |
4,0 |
3,5 |
2,5 |
2,0 |
Werte: mögliche telefonische Entscheidergespräche pro Arbeitsstunde. Basierend auf Erfahrungswerten aus Kundenprojekten von Phocus Direct.
So lesen Sie die Tabelle: Je größer das Zielunternehmen und je höher die Hierarchiestufe, desto schwieriger ist die Erreichbarkeit. Im Schnitt erreichen Sie pro 2,5 Stunden Telefonzeit einen Geschäftsführer eines Konzerns. Bei Abteilungsleitungen in kleinen Unternehmen bekommen Sie im Schnitt alle 15 Minuten jemanden zu sprechen.
Wenn das Gespräch mit dem Entscheider zustande kommt – wie oft wird daraus ein qualifizierter Termin?
Auch hier arbeiten wir mit drei Szenarien:
|
Szenario |
Pessimistisch |
Realistisch |
Optimistisch |
|
Quote: Gespräch → Termin |
4 % |
6 % |
9 % |
Diese Werte beziehen sich auf reine Kaltakquise – also die Erstansprache ohne vorherige Vorqualifizierung durch Inbound-Maßnahmen oder Intent-Daten.
Wichtig: Diese Szenarien sind Planungswerte für die Kalkulation, keine Garantien. In der Praxis gibt es Ausreißer in beide Richtungen. Es gibt Projekte, die deutlich darunter liegen – etwa weil der Markt anders reagiert als erwartet oder die Zielgruppe schecht definiert war. Und es gibt Projekte, in denen wir Terminquoten von über 50 % erreichen, weil Produkt, Zielgruppe und Ansprache perfekt zusammenpassen. Beides ist nicht repräsentativ.
Lesen Sie Case Studys aus unseren Kundenprojekten.
Die Tabellen oben liefern die Bausteine. Hier drei Szenarien, die zeigen, was bei 100 Arbeitsstunden realistisch herauskommt:
Szenario 1:
Sie sprechen Bereichsleitungen in Unternehmen mit 501–2.000 Mitarbeitenden an, pessimistisches Szenario.
→ 2,0 Gespräche/Std × 100 Std = 200 Gespräche × 4 % = 8 Termine
Szenario 2:
Sie sprechen Bereichsleitungen in Unternehmen mit 50–500 Mitarbeitenden an, realistisches Szenario.
→ 2,5 Gespräche/Std × 100 Std = 250 Gespräche × 6 % = 15 Termine
Szenario 3:
Sie sprechen Abteilungsleitungen in Unternehmen mit unter 50 Mitarbeitenden an, optimistisches Szenario.
→ 4,0 Gespräche/Std × 100 Std = 400 Gespräche × 9 % = 36 Termine
Die Bandbreite von 8 bis 36 Terminen pro 100 Stunden zeigt: Die Zielgruppe bestimmt den Aufwand maßgeblich. Wer C-Level in Konzernen adressiert, braucht mehr Budget und Geduld als jemand, der Abteilungsleitungen im Mittelstand anspricht.
Dabei bleibt eine entscheidende Frage offen: Was kosten diese 100 Stunden – und was bringen die resultierenden Termine unter dem Strich an Umsatz? Ob sich eine Kampagne rechnet, hängt nicht nur von der Terminquote ab, sondern auch von Ihrem durchschnittlichen Auftragsvolumen, Ihren Conversion Rates und Ihrem Customer Lifetime Value.
Mit unserem ROI-Rechner für telefonische Kaltakquise können Sie genau das in wenigen Minuten für Ihr individuelles Szenario durchrechnen – inklusive Kosten, erwarteter Termine und Return-on-Invest.
Die Art Ihres Angebots beeinflusst die Erfolgsquote erheblich. Nicht jedes Produkt eignet sich gleich gut für die telefonische Kaltakquise.
Neben Zielgruppe und Product-Market-Fit gibt es weitere Hebel, die die Quote beeinflussen:
Die Erfolgsquote in der telefonischen Kaltakquise lässt sich nicht in einer einzigen Zahl ausdrücken. Aber mit den richtigen Orientierungswerten, einem klar definierten ICP (Ideal Customer Profile) und realistischen Erwartungen lässt sich der Aufwand sauber kalkulieren.
Nutzen Sie die Tabellen und Beispielrechnungen in diesem Artikel als Ausgangspunkt. Für Ihr individuelles Szenario – mit konkreten Kosten, erwarteten Terminen und Return-on-Invest – nutzen Sie unseren kostenlosen ROI-Rechner:
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